Tutorial: Druckfähiges PDF mit InDesign erstellen

June 14, 2017

Die Basis eines erfolgreichen Druckproduktes bildet eine korrekt erstellte und exportierte Datei. In InDesign sind dafür lediglich ein paar Dinge zu beachten.

 

Adobe InDesign ist seit vielen Jahren das führende Layoutprogramm für die Erstellung von Druckdaten. Insbesondere für Produkte mit mehr als einer Seite oder aufwendigere Layouts mit Sonderfarben oder Veredelungen. Neben all den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten bietet die Software auch verschiedene Optionen, die erstellten Daten zu exportieren. Dabei stellt der korrekte Export eines PDFs den ersten Schritt dar für ein perfektes Druckergebnis. Im Folgenden finden Sie daher eine Step-by-Step-Anleitung für ein druckfähiges PDF, wie es Ihre Online-Druckerei FLYERALARM benötigt, um es ideal weiterverarbeiten zu können. Anleitung und Screenshots basieren dabei auf InDesign CC 2015 für Windows, das Vorgehen für ältere Versionen und Mac-User ist jedoch nahezu identisch.

 
Schritt 1: ICC-Profile installieren

Um Druckdaten korrekt zu erstellen und zu exportieren, ist das richtige ICC-Profil ein wichtiger Teil der Basis. Laden Sie daher auf eci.org/de/downloads unter dem Abschnitt „ICC-Profile der ECI (alte Versionen)“ die Profile „ISO Coated v2“ (für Werbetechnik-Artikel) sowie „ISO Coated v2 300%“ (für alle anderen Druckprodukte) herunter. Um sie zu installieren, klicken Sie in Windows mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Profil und wählen „Installieren“. Nutzen Sie einen Mac, kopieren Sie die gewünschten Profile in den Ordner Library/ColorSync/Profiles/Recommended. Nun können Sie in sämtlichen verwendeten Programmen auf sie zurückgreifen.
Um in InDesign direkt mit dem richtigen Farbprofil zu arbeiten, wählen Sie im Menü Bearbeiten > Farbeinstellungen und hier den entsprechenden CMYK-Arbeitsfarbraum.

 

 

Schritt 2: Datei anlegen

Legen Sie die Eckdaten für Ihr Dokument fest. Geben Sie bei „Breite“ und „Höhe“ das Endformat Ihres gewählten Produktes ein und bei „Anschnitt“ die Beschnittzugabe, wie Sie sie im entsprechenden Datenblatt zum Produkt finden. Im Beispiel legen wir einen DIN A5 Flyer an, der auf jeder Seite 1 mm Beschnittzugabe erfordert. Diese wird im Dokument schließlich als rote Linie gekennzeichnet, platzieren Sie Ihre Inhalte (Grafiken, Fotos, Hintergründe etc.) immer bis mindestens an diese rote Linie heran.

 

 

Schritt 3: Export

Haben Sie die Gestaltung Ihres Produktes abgeschlossen, wählen Sie im Menü Datei > Exportieren. Geben Sie in dem sich öffnenden Fenster Ihrer Datei einen Namen und wählen Sie als Dateityp „Adobe PDF (Druck)“ aus. Sie gelangen nun zu den Export-Einstellungen mit den folgenden Kategorien:

 

 

Allgemein

Wählen Sie als Adobe PDF-Vorgabe „PDF/X-3:2002“ aus (1) und stellen Sie unter Standard „PDF/X-3:2002“ sowie unter Kompatibilität „PDF 1.3“ ein (2). Achten Sie zudem darauf, einzelne Seiten und keine Druckbögen zu exportieren (3).
Eine Ausnahme bilden Daten, die zum Bedrucken von Bekleidung oder Baumwolltaschen gedacht sind. Diese müssen als PDF/X-4 exportiert werden.

 

Komprimierung

Stellen Sie bei Farb- und Graustufenbildern die bikubische Neuberechnung auf 356 Pixel pro Zoll ein.

 

Marken und Anschnitt

Damit die Beschnittzugabe beim Export berücksichtigt wird, setzen Sie das Häkchen bei „Anschnitteinstellungen des Dokuments verwenden“. Achten Sie zudem unbedingt darauf, dass keine der Marken aktiviert ist.

 

 

Ausgabe

Wählen Sie bei Farbkonvertierung „Keine Farbkonvertierung“ aus und kontrollieren Sie bei Name des Ausgabemethodenprofils, dass „ISO Coated v2 300%“ (bei Druckprodukten) bzw. „ISO Coated v2“ (bei Werbetechnikprodukten) eingestellt ist. Aufgrund der Voreinstellungen in Schritt 1 sollte das richtige Farbprofil jedoch bereits automatisch ausgewählt sein.

 

 

Erweitert

Prüfen Sie hier, dass bei der Transparenzreduzierung die Vorgabe „Hohe Auflösung“ eingestellt ist.

 

 

Sicherheit

Wenn Sie „PDF/X-3:2002“ ausgewählt haben, sollten Sie in dieser Kategorie nichts einstellen können – und das ist auch gut so. Denn wäre ein Kennwort zum Öffnen und/oder Drucken benötigt, könnte die Datei nicht verarbeitet werden.

 

 

Übersicht

Hier erhalten Sie auf einen Blick noch einmal alle Einstellungen, die Sie in den einzelnen Kategorien vorgenommen haben. Es werden auch etwaige Warnungen angezeigt, wenn Anpassungen nicht in Ordnung sein sollten oder nicht miteinander vereinbar sein könnten.

 

 

Haben Sie alle Einstellungen vorgenommen, klicken Sie abschließend auf „Exportieren“ und Sie erhalten Ihr druckfähiges PDF. Wie Sie dieses, bevor Sie es an die Druckerei übergeben, noch einmal untersuchen können, erfahren Sie in unserem Beitrag „Druckdaten prüfen mit Adobe Acrobat Pro XI“.

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